Fragen und Antworten
Was du vorher wissen willst, ehrlich beantwortet.
Bevor man seine Notizen einer neuen App anvertraut, hat man Fragen. Hier stehen die Antworten, auch die, die „nein“ lauten.
Allgemein
Was kostet nexlore?
Nichts. nexlore ist freie Software unter der AGPL-3.0. Es gibt keine Bezahlstufe, und du brauchst bei niemandem ein Konto, nur einen Rechner, auf dem Docker läuft.
Kosten entstehen höchstens, wenn du die KI im Editor benutzt. Die richtet jede Person selbst ein, mit ihrem eigenen Dienst und ihrem eigenen Schlüssel. Ein Modell, das bei dir zu Hause mit Ollama läuft, kostet nur Strom.
Für wen ist nexlore gedacht?
Für alle, die ihre Notizen als Dateien behalten und trotzdem im Browser und auf dem Handy daran arbeiten wollen. Gebaut ist nexlore zuerst für eine Person allein, mit Bereichen und Rollen passt es aber genauso für eine Familie, einen Verein oder ein kleines Team.
Welche Sprachen kann die Oberfläche?
Deutsch und Englisch. Jede weitere Sprache ist eine JSON-Datei, die der Betreiber hochlädt, und eine Vorlage dafür kann er in den Einstellungen herunterladen. Was in einer solchen Datei fehlt, zeigt nexlore auf Englisch.
Kann ich mehrere Tresore haben?
Ja, in Form von Bereichen. Jeder Ordner ganz oben im Tresor von nexlore ist ein eigener Bereich mit eigenen Mitgliedern, einem eigenen Ordner für Tagesnotizen und auf Wunsch einem eigenen Theme. Von einem Bereich in einen anderen verlinkst du mit [[Bereich/Notiz]].
Im Alltag
Gibt es eine App fürs Handy?
Du kannst nexlore aus dem Browser heraus auf dem Handy installieren. Es liegt dann wie eine App auf dem Startbildschirm, und du kannst darin genauso schreiben wie am Rechner. Eine App aus dem Store gibt es nicht. Zum Installieren braucht der Browser HTTPS, wie das geht, steht unter Selbst hosten.
Geht es ohne Internet?
Nein, nexlore braucht eine Verbindung zu deinem Server. Das muss aber nicht das Internet sein, im eigenen Netz reicht der Server im Keller. Wenn du unterwegs ohne Netz schreiben willst, kannst du den Tresor zusätzlich mit Syncthing auf deinen Rechner holen und dort mit einem Markdown-Editor arbeiten.
Können zwei Leute gleichzeitig in einer Notiz tippen?
Nein. Eine Person tippt, und die anderen sehen einen Hinweis und können so lange lesen. Dafür gibt es keinen Streit um einzelne Zeichen und keinen Server, der Tastenanschläge hin und her schickt. Ändert jemand die Datei gleichzeitig von außen, entsteht eine Konfliktkopie, und es geht nichts verloren.
Werden PDFs und Office-Dateien durchsucht?
PDFs ja, und ein Treffer führt dich direkt zur Datei. Office-Dateien durchsucht nexlore nicht, und Text in Bildern erkennt es auch nicht.
Kann ich das Aussehen ändern?
Ja, und zwar für dein eigenes Konto. Du hast sieben Themes zur Auswahl, einen Editor mit Farbwählern, der dich bei zu wenig Kontrast warnt, sechs freie Schriften sowie die Schriftgröße und die Breite des Editors. Themes kannst du als Datei weitergeben oder in einer Galerie auf dem Server teilen. Eigene CSS-Schnipsel gehen auch, wenn der Betreiber sie erlaubt. nexlore liest sie dann mit einem CSS-Parser und lässt nichts durch, was etwas nachladen könnte.
Wie viele Notizen verträgt nexlore?
Bei einer Messung mit 100.000 Notizen auf einer kleinen virtuellen Maschine öffnete sich eine Notiz in rund 16 ms, die Suche antwortete in 7 bis 160 ms, und der Graph blieb flüssig, weil der Server die Anordnung berechnet und in Kacheln liefert. Nur der allererste Durchgang über so einen Tresor dauert gut zwei Minuten, danach arbeitet nexlore bloß noch die Änderungen ab.
Obsidian
Brauche ich Obsidian?
Nein. nexlore ist eine eigenständige App. Es schreibt nur so, dass Obsidian den Ordner jederzeit öffnen kann, falls du das möchtest.
Hat nexlore etwas mit Obsidian zu tun?
Nein. nexlore ist ein unabhängiges Projekt und hat mit Obsidian und seinen Entwicklern nichts zu tun. Es versteht nur dieselbe Schreibweise.
Was passiert mit Dataview, Templater und Excalidraw?
nexlore zeigt ihren Code als Code und verändert ihn nie, führt ihn aber auch nicht aus. Einfache Listen nach Tag oder Ordner schafft das Plugin „Abfragen“, und für Tabellen, Karten und Bretter gibt es die eingebauten Ansichten.
Gibt es Canvas?
Nein. .canvas-Dateien bleiben unberührt liegen, aber nexlore zeigt sie nicht als Tafel an.
Kann ich wieder zurück zu Obsidian?
Jederzeit. Deine Notizen sind die ganze Zeit über gewöhnliche Markdown-Dateien in einem Ordner. Du öffnest ihn einfach wieder in Obsidian. Nur die Versionen und der Papierkorb liegen in der Datenbank von nexlore und kommen nicht mit.
Daten und Sicherheit
Werden meine Notizen verschlüsselt?
Auf der Platte nicht. Es sind gewöhnliche Dateien, damit Sync-Programme und jeder Editor sie lesen können. Wenn du das brauchst, verschlüsselst du die Platte des Servers. Auf dem Weg zum Browser schützt sie HTTPS hinter deinem Reverse Proxy.
Schickt nexlore irgendetwas nach draußen?
Nur das, was du einschaltest. Das sind Einladungen per Mail über deinen Mailserver, Text an deinen KI-Dienst, wenn du ihn im Editor benutzt, und öffentliche Seiten, wenn du etwas teilst. Die Oberfläche lädt nichts von fremden Servern, nicht einmal Schriften.
Kann der Betreiber meine Notizen lesen?
In der App nicht. Sobald ein Bereich Mitglieder hat, sieht der Betreiber ihn nur, wenn er selbst eines davon ist. Auf der Platte des Servers liegen die Dateien aber unverschlüsselt. Wer den Server betreibt, dem vertraust du also so, wie du dem Besitzer einer Festplatte vertraust.
Was, wenn die Datenbank kaputtgeht?
Dann baut nexlore sie aus den Dateien neu auf. Verloren wären nur die Versionen und der Papierkorb. Dafür gibt es die eingebauten Sicherungen, die Datenbank, Notizen und Anhänge in ein ZIP packen.
Was wird aus Fotos, die ich hochlade?
nexlore entfernt beim Hochladen Ort und Gerät aus dem Foto, und das ist ab Werk eingeschaltet. Bilder im HEIC-Format vom iPhone bekommen eine WebP-Fassung, die jeder Browser zeigen kann. Liegt dieselbe Datei schon da, verlinkt nexlore einfach die vorhandene.
Betrieb
Worauf läuft nexlore?
Auf allem, wo Docker läuft, denn das Abbild gibt es für amd64 und arm64. Das kann ein Mini-PC sein, eine NAS, ein Raspberry Pi oder eine virtuelle Maschine. Neben dem Container brauchst du nichts, keine Datenbank und keinen Suchserver.
Darf der Tresor auf einem Netzlaufwerk liegen?
Der Tresor ja. Wenn die Freigabe keine Änderungen meldet, schaltest du NEXLORE_WATCH_POLLING ein. Der Datenordner mit der Datenbank gehört dagegen auf eine lokale Platte, weil SQLite mit SMB und NFS nicht zuverlässig zurechtkommt.
Gibt es eine Schnittstelle?
Für KI-Programme gibt es MCP, mehr dazu unter KI und MCP. Die Schnittstelle der Oberfläche beschreibt nexlore unter /api/docs, wenn du NEXLORE_API_DOCS einschaltest.
Wie begrenze ich den Platz?
Der Betreiber legt fest, wie groß eine einzelne Datei sein darf, ab Werk sind das 1024 MB. Außerdem bestimmt er, wie viel Platz jedes Konto für seine Anhänge hat, ab Werk gibt es da keine Grenze.
Was, wenn nexlore nicht mehr startet?
Trag NEXLORE_LOG_LEVEL=detailed in die Umgebung ein, starte neu und sieh ins Log unter data/logs. Notizinhalte, Passwörter und Schlüssel stehen dort nie, du kannst das Log also ohne Bedenken weitergeben, wenn du Hilfe suchst.